Mittwoch, 08 Feb 2012
 
 
In eigener Sache
Good-Practice-Beispiel, 9. Februar 2012 PDF Drucken E-Mail
In eigener Sache
Dienstag, 07. Februar 2012 um 18:54 Uhr
Liebe Neuen deutschen Medienmacher,

so stellen wir uns Vielfalt in den Medien vor: Ein türkischstämmiger Moderator, der im deutschen Staatsfernsehen auf Englisch moderiert. Unser Netzwerk-Mitglied Ali Aslan übernimmt ab dem 9. Februar die Polit-Talkshow „Quadriga“ bei der Deutsche Welle.  Die Talkrunde in englischer Sprache wird wöchentlich im Quadriga-Studio am Brandenburger Tor aufgezeichnet. Experten aus allen Ländern der Welt diskutieren hier über aktuelle Ereignisse in Politik, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport.

Wir wünschen einen guten Start, Ali!

*****
Aslan ist erfahrener TV-Journalist. Er studierte Internationale Politik an der Georgetown University und Journalismus und Internationale Beziehungen an der Columbia University. Nach einem Volontariat bei CNN in Washington DC, begann er seine Fernsehkarriere bei ABC News in New York. Anschließend berichtete er als Internationaler Korrespondent für Channel News Asia aus Istanbul, Barcelona und Berlin.


Eure Neuen deutschen Medienmacher e.V.
 
Unser Versagen PDF Drucken E-Mail
Benutzerbewertung: / 17
SchwachPerfekt 
In eigener Sache
Sonntag, 20. November 2011 um 22:59 Uhr

Wir haben keine Fragen gestellt!

Die rassistischen Morde in Deutschland zeugen nicht nur von einem kompletten Versagen von Polizei und Verfassungsschutz. Sie sind auch unser Versagen. Jahrelang haben wir Journalisten nicht die richtigen Fragen gestellt. Jahrelang haben wir uns mit dem zufrieden gegeben, was uns Polizei und Behörden als mögliche Tatmotive genannt haben. Jahrelang haben wir die Begrifflichkeiten der Behörden - „Dönermorde“ oder „Soko Bospurus“ - nicht nur hingenommen sondern uns derselben menschenverachtenden Sprache bedient. Wir haben uns gemein gemacht, und eines der höchsten Güter unseres Berufs aufgegeben: die Unabhängigkeit. 

Es ist die Aufgabe des Journalisten zu zweifeln. Es ist die Aufgabe des Journalisten immer wieder seinen eigenen Standpunkt und die seiner Gesprächspartner in Frage zu stellen. Es ist die Aufgabe des Journalisten andere Perspektiven und Blickwinkel zuzulassen. Erst so kann er der Wahrheit ein wenig näherkommen. Was die rassistischen Morde in unserem Land angeht, haben wir nicht nur das alles nicht gemacht, wir haben auch noch unser wichtigstes Werkzeug - die Frage - über Bord geworfen. 

Und weil das so ist, ist es an der Zeit, dass wir Journalisten uns selbst ein paar Fragen stellen: Warum haben wir immer wieder die vagen Aussagen der Behörden bezüglich der Tatmotive hingenommen? Warum haben wir, als Beamte finanzielle Probleme innerhalb der sogenannten „Community“ als Motiv herbeiführten, aber keine konkreten Beweise dafür liefern konnten, das akzeptiert? Warum haben wir nicht nachgehakt, was es mit der angeblichen Familienfehde auf sich habe? Warum stellten wir nicht die Frage danach, was denn mit dem "impulsiven Temperament des familiären Umfelds" genau gemeint sei?

Ich werde diese Fragen hier nicht beantworten. Ich stelle sie mir selbst und bin entsetzt und traurig über die Antworten, die mir in den Sinn kommen. 

Marjan Parvand, 20.11.2011
 
Berichterstattung Neonazi-Mordserie PDF Drucken E-Mail
Benutzerbewertung: / 28
SchwachPerfekt 
In eigener Sache
Geschrieben von: Konstantina Vassiliou-Enz   
Freitag, 18. November 2011 um 08:21 Uhr

Empfehlungen der Neuen deutschen Medienmacher

Formulierungshilfen für die Berichterstattung
zur aktuellen Neonazi-Mordserie

Eine differenzierte Wortwahl bei der Beschreibung extremistisch motivierter Straftaten trägt wesentlich zu einer qualitativ hochwertigen und verantwortungsbewußten Berichterstattung bei. Um diskriminierende Sprache zu vermeiden und eine angemessenen Darstellung der jüngsten Ereignisse sicherzustellen, bitten wir folgende Empfehlungen zu beachten: 

"Döner-Morde"

Dieser Begriff wirkt verharmlosend, er ist diskriminierend, wertet die Opfer einer rassistischen Mordserie herab und bedient das Stereotyp: Türke = Döner.

Verwendet mit dem Zusatz "sogenannte" Döner-Morde, verliert dieser Begriff nur wenig von seiner entwertenden stigmatisierenden Wirkung.

Es ist bekannt, daß nur ein Mordopfer Betreiber eines Döner-Imbiss' war und ein zweites Opfer in einem Döner-Imbiss ermordet wurde, unter den weiteren Getöteten ist ein Blumenhändler, ein Änderungsschneider, zwei Gemüsehändler, ein Schlüsseldienst-Betreiber, ein Kioskbesitzer und der Inhaber eines Internet-Cafés, weshalb der Begriff nicht das Tatmuster / die Mordserie beschreibt, sondern nur die Opfer unzulässig und falsch kategorisiert. 

Die Opfer

Wir empfehlen die Opfer nicht als "Türken" oder "Migranten" zu bezeichnen (unter ihnen waren sowohl zwei Deutsche, als auch ein Grieche).

Eher auf die Gruppe der Mordopfer zutreffende Bezeichnungen sind z.B. Kleingewerbetreibende, Geschäftsleute, Klein-Unternehmer.

Sie wurden von den Tätern als nicht-deutsch wahrgenommen. Es ist also wichtig die Morde als rassistisch motiviert zu beschreiben, dies muß aber nicht anhand der Übernahme dieser Typisierung der Opfer durch die Medien geschehen. 

Die Motivation

Die Mordserie als "fremdenfeindlich" motiviert zu bezeichnen trifft nicht zu, da die Taten nicht gegenüber Fremden, wie z.B. Touristen verübt wurden, sondern vielmehr gegenüber Mitbürgern, die seit vielen Jahren unter uns lebten und zum Teil Deutsche waren.

Eine Zuschreibung "ausländerfeindlicher" Motive im Fall der aktuellen Mordserie ist ebenso ungenau, denn damit wird unterstellt bzw. kommuniziert, daß z.B. die türkischstämmigen Opfer automatisch "Ausländer" sind und somit keine Deutschen sein können; schon gar keine deutschen Muslime.

Daß die Neonazis die Ermordeten durchaus als Ausländer und Fremde sehen bzw. sahen und sicher auch beschrieben, ist kein Grund es ihnen gleich zu tun.

Zutreffend ist es diese Taten als rassistisch, bzw. rassistisch motiviert, rechtsextrem oder neonazistisch motiviert zu bezeichnen. 

November 2011
Neue deutsche Medienmacher
  
 
BWK Projekt PDF Drucken E-Mail
Benutzerbewertung: / 11
SchwachPerfekt 
In eigener Sache
Donnerstag, 12. August 2010 um 22:27 Uhr

Migranten müssen draussen bleiben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nur zwei Prozent aller Journalisten in Deutschland haben einen sogenannten Migrationshintergrund. Das Bildungswerk in Kreuzberg hat sich vorgenommen, diesen Umstand zu ändern, und mehr Vielfalt in die deutschen Redaktionen zu bringen.

Wenn zwei Prozent der Entscheidungsträger in Deutschland einen Migrationshintergrund hätten, wäre das schon ein großer Fortschritt. Anders als die deutschen Medien, die inzwischen auch nach solchen Mitarbeitern suchen, scheint die deutsche Elite noch nicht so aufnahmebereit zu sein. Ein ausländischer Name bei Topmanagern oder Spitzenpolitikern - fast wie eine Fatamorgana. Oder ist auch hier etwas in Bewegung geraten?

Dieses Projekt fragt nach, wie offen die hiesigen Eliten für die Stiefkinder Deutschlands, seine Migranten, ist.

mehr...
 
Genug ist genug! PDF Drucken E-Mail
Benutzerbewertung: / 33
SchwachPerfekt 
In eigener Sache
Montag, 12. Oktober 2009 um 17:22 Uhr

An die Sarrazins dieser Republik:

Genug ist genug!

Da Pauschalurteile auf Stammtischniveau derzeit in Mode sind, schließen wir uns an: Die wahren Integrationsunwilligen dieses Landes sind doch Sarrazin und Konsorten. Sie haben gar kein Interesse an Integration. Es geht ihnen auch nicht um Erkenntnisgewinn und Erhellung. Sie wollen lediglich in polemisch-platter Manier Vorurteile produzieren und die Kluft in der Gesellschaft vergrößern. „Spalten statt versöhnen“, lautet das Motto in weiten Teilen der Mehrheitsgesellschaft. Seit Jahren wird dabei das Lied der gescheiterten Integration gesungen und mit dem Finger wahlweise auf Türken, Muslime oder alle Migrationshintergründler gezeigt.

mehr...
 
<< Start < Zurück 1 2 Weiter > Ende >>

Seite 1 von 2

Like it? Share it!